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Ostfriesland

Ebbe - das Wasser ist weg
Ebbe - das Wasser ist weg

Ein Nachtrag zu gestern Abend. Den Blog habe ich am Campingplatz - Kiosk geschrieben. Irgendwann war der zu, aber neben mir saß noch eine Gruppe von Dauercampern, die auch am Mittag schon hier waren.


Zuerst wandert eine Flasche Krombacher zu mir rüber, dann kommt die Einladung von einer Blonden mit Hund, doch den Tisch zu wechseln. Was ich natürlich tue. Und muss gleich drauf einen Lakritz - Schnaps zwangsweise zu mir nehmen. Worauf sich gleich eine andere neben mich setzt und gleich ihre Krankheits - und sonstigen Geschichten auf mir ablädt. Eine weitere Flasche Krombacher später ist es gotteseidank vorbei und ich kann mich aus dem Staub machen. Dauercamper - eine besondere Spezies. 


OK, der Tag beginnt wieder bewölkt, aber trocken. Irgendwo in Richtung Friesische Inseln heißt die Devise. Auf dem Weg dahin liegt der Jadebusen, den man entweder unten rum umfahren kann, was dann ziemlich weit zu werden droht und oben rum gibt es eine Fähre, die nach meiner Recherche aber nur zweimal am Tag fährt. Einmal morgens, einmal abends. Das reicht leider nicht. Also unten rum. 

Ich bin jetzt im Reich der Ostfriesen unterwegs, was aber nicht heißt, daß an jeder Ecke ein Otto steht. Stattdessen sind viele Bauern unterwegs. 


Kurz vor Varel erreiche ich die Südspitze der Bucht und schwenke jetzt wieder nordwärts in Richtung Wilhelmshaven ab.

Am Deich entlang ist es ziemlich einsam, Schafe ohne Ende, aber ansonsten nur flaches Land links und Deich rechts.

In Wilhelmshaven kommt ein bisschen die Sonne durch, was ich nach einem Flens und einem Matjeswecken zu einem kleinen Schläfchen am Strand nutze.

Als Ziel habe ich mir die äußerste nordwestliche Ecke des Jadebusens auserkoren. Wie sich raus stellt, ein Riesen - Platz, direkt am Strand gelegen. Inzwischen scheint die Sonne richtig, sodass ich kurz ins Auge fassen, noch in die Fluten zu springen. Aber es ist Ebbe, das Wasser in unerreichbarer Ferne.


Bilder sind wegen des trüben Wetters und der flachen Landschaft Mangelware.

Im Gegensatz zu gestern stand der Wind heute ständig gegen mich, sodass die 90 km zu einer ziemlich kraftraubenden Angelegenheit wurden.



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