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Am Rhein bei Rotterdam

Endlich mal ein richtiges Holland - Klischee
Endlich mal ein richtiges Holland - Klischee

Dass an einem Ruhetag in Amsterdam nicht geruht wird, war schon am Anfang klar. Geruht hat nur das Rad. Ich bin alles zu Fuß abgelatschst.

Das Wetter war perfekt dafür. Wolkig, nicht zu warm und kein so starker Wind wie an der Wasserkante. Auf jeden Fall war ich am Ende wieder ziemlich geplättet. 


Aber jetzt ist das auch rum, der Drahtesel schreit und das Wetter bessert sich auch. Ein paar Grädchen hat es schon mehr als gestern, obwohl der Himmel immer noch gleich aussieht. Der Weg aus der Stadt ist einfach. Es geht immer in südlicher oder südwestlicher Richtung, der Wind schiebt in konstanter Stärke von hinten bzw. Schräg von hinten. So macht Radeln Spaß.


Die Strecke wird wieder bestimmt durch viele Kanäle, größere Städte sind heute Fehlanzeige. Die einzig nennenswerte ist Woerden.

Danach komme ich durch eine Gegend, die von Kanälen und Kanälchen nur so zersiebt zu sein scheint. Fast jedes Haus, Gehöft, Gebäude scheint auf einer eigenen Insel zu stehen. 

Irgendwann stellt sich mir der Fluss Lek in den Weg, den ich per Fähre passieren muß. 


Ein paar Km weiter bei Dordrecht ist es der Waal, einer von mehreren Mündungsflüssen des Rheins, den ich auf einer Brücke überquere. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Holländer uns den Rhein gestohlen haben, keiner der vielen Flüsse, die das Rheindelta um Rotterdam bilden, heißt noch Rhein.

Wobei, uns gehört der Rhein ja auch nicht. Wer hat ihn erfunden? Richtig, die Schweizer. Sollen die sich doch um den gestohlenen Rhein kümmern. Aber vielleicht finde ich ihn ja noch.


Einen weiteren Rheinarm unterquere ich noch in einem Autobahntunnel mit eigenem Radstreifen. Danach ist Schluß für heute. Nach 102 km fahre ich direkt hinterm Deich (Polder) in den Poldercamping ein.


Mit Bildern ist es echt schwierig. Die flache Landschaft in den diversen Grautönen gibt nichts her. Da müssen dann eben irgendwelche Häuser herhalten. 


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