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Jetzt wird's Französisch

Rathaus von Brüssel
Rathaus von Brüssel

Nachdem ich gestern die Grenze zu Belgien passiert habe, war ich in Flandern unterwegs. Die sprechen Holländisch und die Dörfer, Städte und Straßen wirken ähnlich aufgeräumt. Alles sauber, geschniegelt und perfekt.

Was für ein Kulturschock nach meinem Aufbruch in Grimbergen. 

5 km weiter, in einem Brüsseler Vorort, das erste Werbeplakat in französisch. Kurz danach die ersten Baustellen und mit den Radwegen ist es plötzlich nicht mehr so weit her. Und stellt fest, dass man sich in einer französischen Stadt befindet. Dreck auf der Straße, Schlaglöcher, herunter gekommene Häuser. Alles, was man in Flandern nicht gesehen hat. Und als Kontrast dazu die vielen Gladpaläste, die überall in den Himmel wachsen. Eine krasse Kombination.


Ich schlage mich in Richtung Innenstadt durch und bin überrascht durch einige lange Anstiege, die ich in einer Stadt nicht erwartet hätte. Im Zentrum kreisle ich ein bisschen durch die Gassen, viele Touristen sind schon unterwegs und eigentlich braucht man nur den Massen zu folgen, um an die Attraktionen zu kommen. Grand place mit Rathaus und Dom, kurz dahinter das relativ unscheinbare Männeken Pis.

Eigentlich sollte ich jetzt noch eine Portion Pommes holen, schließlich ist das ja eine belgische Erfindung. Ich lasse es und trinke erstmal einen Kaffee. 


Um halb 12 mache ich mich auf den Weg, kämpfe mit Komoot und diversen Baustellen, verliere direkt am Audi - Werk (ja, das gibt es hier) mal wieder die Spur, sehe auf einem Sportplatz ein Fußballspiel mit lauter dunklen, glatzköpfigen Männern und bin endlich draußen.

Jetzt bekomme ich einen Vorgeschmack auf die nächsten Tage. In vielen Wellen geht es langsam nach oben, was für mich inzwischen völlig ungewohnt ist. 

Dazu ist es richtig heiß. 13 km vor Charleroi komme ich an einen der Campingplätze, die in der Vorauswahl gelandet sind. Es braucht mal wieder eine Entscheidung. In Charleroi gibt es nur Wohnmobilstellplätze, der nächste Campingplatz kommt dann nach 37 km. Das brauche ich heute nicht. So kommts also, dass ich bereits um halb 5 nach 65 km Feierabend mache.

Auf dem Platz gibt's nichts, aber immerhin finde ich im Dorf eine Bar mit dem Namen 'La Chope', wo die Halbe nur 3,60 kostet.



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