
Um 5 hats noch geregnet, aber während des Frühstücks mit Petra, meiner WS-Gastgeberin, lässt sich schon die Sonne erahnen. Sie erklärt mir, dass der Vulkan-Radweg direkt am Haus vorbeiläuft, auf einer ehemaligen Bahntrasse durch das ganze Vogelsberggebiet. Ok, den Komoot-Track kann ich vergessen, der geht parallel über die Landstraße. Fast 29 km geht es jetzt mit einer mäßigen Steigung mit max. 3 % nach oben, bis auf knapp 600 m der höchste Punkt erreicht ist. Überwiegend ist es auch heute wieder stark bedeckt. Nichts mit Sonne. Das hält mich davon ab, den höchsten Berg der Vogelsberg-Vulkanlandschaft zu erklimmen. Bei der Abfahrt passiere ich immer mal wieder Gruppen von Vatertags -Wanderern, die mit ihren Bierflaschen Spalier stehen, wenn ich durch sie hindurch rausche. Ca. 25 km vor Fulda muss ich dann diesen schönen Radweg verlassen und sogar für 2 km auf eine Bundesstraße. Danach ist es aber wieder ein anderer Radweg. Plötzlich bin ich dann aber doch wieder falsch und habe damit mal wieder 5 km versenkt. In Fulda muss ich jetzt wieder eine Entscheidung treffen. Eigentlich wollte ich von hier aus noch ohne Gepäck auf die Wasserkuppe, den 4. Summit auf der Tour und dann zurück. Es ist 15 Uhr, 81 km habe ich bereits hinter mir und 54 km würden jetzt noch obendrauf kommen. Der Himmel ist zudem rabenschwarz. Mein heutiger Gastgeber erwartet mich ab 18 Uhr. Das muss ich mir nicht mehr geben. Feierabend, morgen ist auch noch ein Tag. Da mache ich den Berg dann frisch und ausgeruht. Danach wieder zurück und dann ab jetzt wieder in nordwestlicher Richtung. Charlie, mein Gastgeber holt mich am Dom ab und wir verbringen einen netten Abend bei leckerem Essen und einer interessanten Unterhaltung.
81 km und 860 kommen heute zusammen.








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