
Nach einem reichhaltigen Frühstück bei meinem wunderbaren Gastgeber Charlie beginnt mein zweigeteilter Arbeitstag auf dem Rad. 1. In östlicher Richtung zur Wasserkuppe und wieder zurück nach Fulda. Diese ist mit 950 m der höchste Punkt in Hessen und damit mein Summit Nr. 4. Mein Gepäck bleibt dort. Lt. Wetterbericht soll es ab Mittag wieder nass werden. Also sollte ich mich ein bisschen sputen. Aber es hilft nichts. Meine ständige Begleiterin ist heute die Kalte Sophie. Sie gibt alles. Es gibt bereits ein paar Tropfen kurz nach der Abfahrt. Ab dem finalen Anstieg ab Poppenhausen regnet es richtig. Ab Abtsroda auf 700 m Höhe hört es sogar auf. Dafür ist ab hier die Straße wegen Belagsarbeiten gesperrt. Was mich aber nicht hindert. Ich bin mutterseelenallein. Am Gipfel stehen trotz des Pisswetters ein paar Autos und sogar ein Doppeldecker. Bilder machen bringt keinen Spaß. Also schnell wieder runter. Trotz Handschuhen sind meine Finger wieder am absterben. Ab 700 m regnet es auch wieder. In einer Bäckerei in Poppenhausen ist aufwärmen angesagt. Es pisst bis Fulda. Ich bin patschnass trotz zweier Jacken. Aufwärmen bei Charlie und Trikot wechseln. Es scheint jetzt trockener zu werden. Um halb 4 sitze ich wieder auf dem Rad, jetzt in westlicher Richtung. Ziel: Ein Campingplatz bei Alsfeld, ca. 45 km entfernt. Zwei Minuten nach dem Start: Leichter Nieselregen. Meine nassen Radschuhe sind eingepackt, meine Joggingschuhe sollten eigentlich nicht nass werden. Ich stelle mich jetzt immer mal wieder unter, wenn es stärker wird. Es zieht sich, einsame Radwege, viele Wellen, immer mal wieder ein paar Tropfen. Einmal kommt sogar die Sonne raus, Sonnencreme ins Gesicht. Es ist für die Katz. Irgendwann werfe ich auch mal wieder einen Blick auf Booking.com. Und siehe da, ein Zimmer in einer Pension in der Nähe des Campingplatzes. Für 17 Euro. Da gibt's kein Zögern. Ok, es gibt nichts zu essen in dem Dorf, nach Alsfeld sind es 3 km. Die packe ich jetzt auch noch. Insgesamt komme ich damit auf 119 km und 1820 hm.











