
Ein ungewohntes Bild heute morgen, es wuselt richtig auf meiner Zeltwiese. Es scheint ein heißer Tag zu werden. Sofort bin ich auch wieder im Wald, entlang einer Bundesstraße. Weil mein erstes Frühstück etwas dürftig war, gibt's beim ersten Lidl, der an der Strecke erscheint, erstmal einen Kaffee. Ich würde jetzt auch noch gerne mein Müsli verzehren, aber ich finde keine Sitzgelegenheit. Es kommen noch mehrere Seen, aber ich finde keinen richtigen Zugang. Als ich über eine Brücke zwischen zwei Seen komme, deutet ein Schild in Richtung Anglerstüble. Ich versuche es. Ergebnis: Ein privates Clubgelände. Gleich ein Warnhinweis: Zugang nur für Clubmitglieder. Die können mich...Am Ufer steht eine schöne Sitzbank. Ich richte mein Müsli fürs zweite Frühstück. Es dauert keine 3 Minuten, bis mich ein Anwohner auf die grundlegende Situation aufmerksam macht. Es entwickelt sich eine kleine Konversation, bei der wir unsere Standpunkte klarmachen. Meiner ist, dass dieser Platz das DDR -System überdauert hat, wo sich die sozialistischen Bonzen ihre privaten Pfründe gesichert haben. Er stimmt mir im Prinzip zu, aber. . ES IST HALT SO.
OK, macht keinen Sinn. Später komme ich am Spreewaldring vorbei, wo auf der einen Seite Motorradfahrer ihre Runden drehen, auf der anderen Seite die Kartfahrer. Andere Welt.
Es ist heiß und schwül. Vor mir türmen sich die Gewitterwolken. Meine Wasser ist alle, alle Dörfer sind wie ausgestorben. In einem gibt's einen Campingplatz, wo ich mir eine Wasserflasche über den Zaun reichen lasse. Kaum fahre ich weiter, gehen die ersten Blitze nieder. Ich bringe mich an einem Sportheim unterm Vordach in Sicherheit. Ca. 1 Stunde tobt das Gewitter, dann ist es vorbei.
In Luckau nochmal ein Lidl, nochmal ein Kaffee und ein Bier, danach der Campingplatz-Check. In Crinitz, 15 km weiter, kommt einer. Dazu gehört ein kleiner Badesee mit Kiosk, der Platz ist winzig, aber ausreichend. Die Sanitäranlagen gehören zum Bad. Aber sauber. Die Bierversorgung ist gesichert, für den Rest hoffe ich auf die örtliche Gastronomie. Es gibt keine. Ok, ich hab noch meine Notversorgung fürs Frühstück. Die muss jetzt wohl herhalten. Auf dem Platz campt auch eine Jugendfussballmanschaft. Für die wird gegrillt. Als ich mich gerade über meine Notversorgung hermachen will, kommt einer der Betreuer zu mir her und meint, ob ich für ein paar Bratwürste zu haben wäre, es wäre soviel übrig. Das Angebot nehme ich dankend an, der Abend ist gerettet. Dazu Salat, Nudelsalat, all die Dinge, die Jungs im C-Jugendalter scheinbar nicht so mögen. Und so hocke ich dann urplötzlich im Kreis der Eltern und Betreuer und schlage mir den Magen voll.
Das Gewitter vom Mittag hat sich im übrigen komplett verzogen. 92 km bei nicht nennenswerten Hm waren es heute.











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