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Klingenthal

Summit Nr. 14, Fichtelberg 1215 m, Sachsen
Summit Nr. 14, Fichtelberg 1215 m, Sachsen

Wie gestern schon erwähnt,  wurde es Mangels Gelegenheit eine Nacht in freier Natur. Ein gemähtes Wiesle am Ende eines 4 km  -Anstiegs,  den ich gestern dann auch noch hinter mich bringen musste. Dafür hat kurz nach 5 schon einer in der Nähe gehämmert. Damit war die Nacht rum, auch weil der Verkehr um diese Zeit schon heftig war. Beste Voraussetzungen also, um die Königsetappe früh und bei angenehmen Temperaturen zu beginnen.  

Es ist wie gestern,  es geht nur rauf und runter, da sind dann auch einige hm dabei, weil Komoot es besonders gut meint. Ab Königswalde hat das Berg -u. Talspiel dann ein Ende, jetzt geht es nur noch hoch, ab Bärenstein auf der tschechischen Seite der Grenze. Kurz vor Oberwiesenthal treffe ich einen MTB-Rentner, der mir unbedingt ein Gespräch aufhängen will. Er meint, er macht beide Berge, nämlich den Keilberg, mit 1244 m der höchste im Erzgebirge und dann den Fichtelberg,  der nur 1215 m hat. Ok, ein Reiz liegt schon drin, weil beide Berge durch einen Sattel miteinander verbunden sind, der gerade mal auf 1085 m runtergeht.  Ok, dann nehme ich den quasi als Beifang mit. Die letzten 150 m ohne Gepäck.  So mache ich es dann anschließend auch beim Fichtelberg.  Mein MTB-Rentner begegnet mir sowohl an der Abfahrt vom Keilberg und vom Fichtelberg.  Er hat Vorsprung.  Und jedes Mal gibt es ein längeres Gespräch.  Er gibt mir den Tip, nach dem Fichtelberg direkt Richtung Tschechien abzufahren und bis Klingenthal dort zu bleiben.  Das Bier und das Essen wäre dort billiger und die Höhenmeter moderater. Ok, so mache ich das. Auf dem tschechischen Keilberg ist alles völlig verrottet, ausser den Liftanlagen und einem neuen Aussichtsturm. Auf dem Fichtelberg stehen dafür Busseweise Rentner. Viele kommen auch mit der altertümlichen Seilbahn hoch. 


Als ich dann abfahre, geht es Richtung Tschechien.  Im ersten Ort haben mindestens 8 Restaurants offen. Ich genehmige mir ein Gulasch mit Knödel und ein Urquell.  Ok, die anschließenden Wellen sind auch nicht zu verachten.  Und dann passiert es mal wieder:  Ich verpasse einen Abzweig,  sprich: Ich sehe in nicht. Dann geht's 11 km und 230 hm runter. Unten wundere ich mich über den Vietnamesenmarkt und stelle fest,  das war falsch.  Nach ein bisschen rumeiern entschliesse ich mich, die 11 km wieder hochzufahren. Das macht mit dem rumeiern ca. 25 versenkte km und mindestens 500 hm. Da hilft jetzt nur noch ein Pilsener Urquell,  um diesen Schock zu verdauen.  Und dann mache ich den nächsten Anfängerfehler. Beim Erstellen des neuen Tracks bis zu einem Campingplatz in Klingenthal gebe ich Fahrrad statt Rennrad ein. Das Ergebnis: Nach 2 km endet die Teerstrasse und ich befinde mich auf einem mehr oder weniger üblen Waldweg,  Schotterpiste, etc. Es geht ganz sanft nach oben, die 330 hm verteilen sich auf über 10 km. Als dann endlich oben auf 900 m stehe, bin ich völlig geplättet. Aber ab jetzt geht es nur noch runter nach Klingenthal.  Die Grenze ist direkt im Stadtgebiet, kaum 500 m vom Bahnhof entfernt. Der Campingplatz ist ausgeschildert. Nochmal rauf, die letzten Meter schiebe ich einen Schotterweg hoch. Herr und Frau Zombie treiben diesen Platz um. Er liegt mit einer Katze im Alkoven eines kleinen Wohnmobils und gibt von oben Kommandos. Seine zahnlose Frau kassiert. In diesem Fall nur 8 Euro. Ausser mir sind nur drei tschechische Camper da. 

Statistik ist heute etwas schwierig,  weil meine Aufzeichnung zwischenzeitlich nicht funktioniert hat. Ca. 120 km bei 2300 hm. 


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