
Bin ein bisschen spät dran. Strommangel die letzten Tage. In Bad Blankenburg musste ich am Ende des Tages feststellen, dass die Steckdose im Sanitärcontainer abgeschlossen war. Ziemlich perfide. Also morgens schon mit wenig Strom auf Uhr und Handy los.
Also musste ich mich hauptsächlich auf die Beschilderung verlassen.
Los geht's also auf der viel befahrenen Bundesstraße nach Ilmenau. Dann gibt's doch plötzlich einen Radweg, der führt dann teilweise einsam durchs Gelände, was mich wieder ein paar Km mehr kostet. Es ist heiß. Um halb elf habe ich die 33 km bis Ilmenau geschafft. Jetzt erst mal Handy laden. Bei Kaffee und Zwetschgenkuchen. Um 12 geht es weiter. Es ist nicht kälter geworden. Ilmenau liegt auf 490 m, die nächsten 28 km gehen direkt hoch auf den höchsten Thüringer Berg, den Großen Beerberg 983 m. Die Landstraße geht auf den höchsten geteerten Punkt, die Schmücke, auf 942 m, danach folgt ein Schotteranstieg auf 973 m. Dies ist dann der höchste Punkt des Rennsteigs. Rennsteigläufer kennen den. Ab hier geht's dann ins Gebüsch. Die flache Kuppe ist völlig zugewachsen mit niedrigem Gesträuch. Am Ende bis zum markierten höchsten Punkt auf 983 ist kein Weg mehr erkennbar. Früher stand hier oben mal ein Aussichtsturm. Von dem ist aber nichts mehr erkennbar. Zurück geht's wieder 1,5 km auf Schotter bis zur Landstraße nach Zella-Mehlis runter. Die braucht nur 10 km bis runter. Bis auf ein Café ist hier alles ausgestorben. Ich muss neu planen. Am besten bei einem Bier. In weitem Umkreis ist kein Campingplatz erkennbar. Meine App zeigt einen in Eisfeld. Es gibt einen Zug nach Eisfeld. Das war früher direkt an der Zonengrenze. Bei der Hitze gönne ich mir den. Ca. 70 km und 1100 hm sollten genügen. Der Campingplatz in Eisfeld wirbt damit, direkt am Werratal - Radweg zu liegen, aber Radler wie mich wollen sie nicht. Wieder 8 unnötige Km versenkt. Zurück in die Stadt, es gibt zwei Dönerläden. Sonst nichts. Aber der von mir ausgewählte hat wenigstens Bier, Spaghetti Bolognese und Strom. Das Handy zeigt um 7 Uhr 33 Grad an. Zwei Bier später , also um halb 9, steige ich aufs Rad, fahre in Richtung Coburg. Es geht einen langen Anstieg hoch. Oben gibt's eine Gedenkstätte für die ehemalige Grenze. Diese ist auch auf der Fahrbahn markiert. Ab hier geht es jetzt runter bis nach Coburg. Das will ich aber nicht mehr. Den ersten Waldweg fahre ich links rein und finde ein schönes Plätzchen. Die Stechbiester halten sich einigermaßen zurück. Es wird eine ruhige Nacht ohne Dusche. Geht auch so. Insgesamt dürfte meine Statistik dann bei 85 km und 1300 hm liegen.










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