Pfitschtal - Südtirol 2025

 

Immerhin fünf Wandervögel waren bereit zu einer mehrtägigen Wandertour in Südtirol. Die Urlaubszeit und bestimmte körperliche Malaisen machen es mittlerweile schwer, eine solche Tour zu organisieren. 

Weil ausgerechnet in dieser Woche der Hauptfeiertag der Italiener liegt (15. August), war es auch nicht ganz einfach, Hotelzimmer zu finden. Letztendlich hatten wir aber eine schöne Unterkunft in St. Jakob im Pfitschtal zu einem vernünftigen Preis. Unser Oberwanderführer, der selbst wegen Knieproblemen passen musste, hat uns zumindest sofort mit einer großen Auswahl an Wandertouren versorgt. Gut, wenn man einen Oberwanderführer hat. 

Stisi hat sich bereit erklärt, den Fahrdienst mit seinem elektrisch getriebenen Untersatz zu übernehmen. Abfahrt war dann am Sonntag, den 10. August um 6 Uhr in Mittelbiberach. 

 

Bei der Anreise haben wir sofort den ersten Tourenvorschlag aufgegriffen und sind von Wiesen bei Sterzing zur ersten Tour aufgebrochen. Bei wolkenlosem Himmel und satten Temperaturen ging es auf die Prantner Alm. Die Wanderwege waren leer, die Hütte dafür umso voller, weil, wie oben erwähnt, die urlaubenden Italiener gerne mit dem Auto zu den Hütten hochfahren. 15 km und ca. 1000 hm hat die erste Einsteigertour gebracht. 

 

Am zweiten Tag haben wir den kurzen Weg gewählt und sind von Stein, am Ende des Pfitschtals zum Pfitschtaler Joch auf 2300 Meter Höhe hochgestiegen. Da das Pfitschtal schon auf 1400 m Höhe liegt, eine überschaubare Tour. Dank der Höhenlage ist auch die Hitze nicht ganz so schlimm. Auf der Passhöhe, zu der auch ein geschotterter Fahrweg hochführt, gab es einen grandiosen Blick auf die umliegenden Gipfel und ins Zillertal auf der anderen Seite des Passes. 

Die notwendigen Kalorien in fester Konsistenz  haben wir dann beim Abstieg auf halber Höhe in der relativ neuen Rotbachhütte zu uns genommen. Nach der Rückkehr ins Tal haben wir dann abschließend noch ein kühles Bad im Pfitscher Bach genommen. Direkt zusammen mit dem ansässigen Rindvieh. 

 

Am dritten Tag ging es zurück zu unseren Wurzeln nach Ratschings. Weil wir teilweise noch nie in der Gilfenklamm waren, haben wir diese genommen, um über die Kalcher Alm zur Wasserfaller Alm zu wandern. Vor allem in der Gilfenklamm gab es ein paar wandernde Italiener, was schon eher selten ist. 

Entsprechend unserer immer schon hohen Schlagzahl haben wir dann auch noch einen Zwischenstopp mit Kaltgetränk in Kalch eingelegt. Die Abfahrt ins Tal nach Ratschings haben wir dann mit der Gondel ab der Rinneralm genommen. 

 

Am letzten Tag haben wir noch eine Kurztour auf die Enzianhütte im ehemaligen Skigebiet Zirog am Brenner unternommen. Steil und knackig 600 hm hoch und wieder runter. Am Schluss gab's noch die erfrischende Dusche am Wasserfall in der Nähe unseres Parkplatzes. 

 

Eine wunderbare Wandertour war wieder zu Ende. Einfach schön in den Bergen. Vielleicht schaffen wir das nochmal - irgendwann. 

 

Im nächsten Jahr planen wir auch noch eine gemäßigte MTB - Tour (gemischt).