Skitouren Laternser Tal 20.-22.3.2026


 Von Freitag, den 20.3. bis Sonntag, den 22.3. haben 4 Wandervögel (Stisi, Hebbe, Schwabbl, Dennis) und ein Gast (Stefan) ein paar Skitouren im Laternser Tal erlebt. Im Flachland kaum vorstellbar, haben wir noch ausreichend Schnee rund um Laterns für schöne Touren gefunden. Ursprünglich war der Freitag als Anreisetag gedacht, für drei von uns wurde es dann noch ein voller Tourentag. Hebbe und Schwabbl sind dann am Abend angereist. 

 

Freitag, 20.3.

 

Die erste Tour am Freitag geht bei herrlichem Sonnenschein auf den Gerenfalben. Vom Startort Bad Laterns marschieren wir zunächst in Richtung Furkajoch. Weil die Straße wegen Holzfällarbeiten gesperrt war, müssen wir zur Umgehung der gesperrten Stelle gleich vom Start weg eine kurze Bergwanderung einlegen, mit geschulterten Skiern. Die Höchststrafe. Danach noch ein weiterer Km auf der Straße, bis wir auf Schnee sind und die Ski anschnallen können. Kurz danach geht es dann links ab Richtung Gerenfalben. Mäßig steigend, plötzlich in einer verschneiten Winterlandschaft, rechts von uns der Blick in Richtung Furkajoch. Bis zum Gipfel auf 1938 Meter Höhe gibt es  keine Schwierigkeiten, die Strecke ist durchweg unproblematisch. 

 

Der Schnee auf der Abfahrt auf einem breiten Hang bis zur Passstraße hat leider noch nicht die richtige Konsistenz für schöne Schwünge, der Übergang vom Pappschnee zum Firn ist noch nicht komplett, daher sind wir überwiegend stockend unterwegs. Nach dem Abschnallen der Ski geht es dann wieder 2 km zurück zum Parkplatz, die Warnhinweise wegen der Holzarbeiten ignorierend. Alles kein Problem. 

 

 

Samstag, 21.3.

 

Nachdem Hebbe und Schwabbl am Freitagabend eingetroffen waren, gab es zum Abendessen Menü 1, also Leberkäs mit Kartoffelsalat, das ganze mit Bier und Rotwein runtergespült. Einfach lecker. 

 

Der Wetterbericht hat für heute etwas wechselhafteres Wetter vorhergesagt, mit Wolken und einzelnen Schneeschauern. 

 

Start ist wieder am Parkplatz in Bad Laterns (nur ein Haus, ein altes Hotel mit Gasthof). Diesmal geht es aber gleich links ab in ein stilles Tal rein, nach 1 km können wir die Ski anlegen. Danach öffnet sich ein weiter flacher Talboden, komplett schneebedeckt. Der Talschluss sieht dagegen nicht gut aus, der steile Hang ist fast komplett schneefrei. Also steigen wir ab hier wieder mit geschulterten Ski durch den Wald hoch und müssen dabei mehrere steile Rinnen bzw. Bäche queren. Ca. 200 hm sind so zu überwinden, bevor wir wieder aus dem Wald raus sind und die Ski anschnallen können. Es geht jetzt in Richtung Freschenhaus, den Schlepplift vom Skigebiet Laterns sehen wir links oben von uns. Inzwischen hat es ein bisschen zugemacht.

 

Am Freschenhaus flöckelt es leicht. Auf dem Weg in Richtung Hoher Freschen entscheiden wir uns, den Gipfel nicht zu nehmen und direkt auf den Matonagipfel auf 1998 zu steigen und dann in Richtung Gerenfalben weiterzugehen. Inzwischen schneit es richtig. Und dann kommt noch ein steiler Hang, der nur noch mit Spitzkehren zu überwinden ist, für die Gelegenheitstourengänger unter uns ein leichtes Problem.

Der Plan ist eigentlich, unterhalb des Gerenfalben wieder auf die Route von gestern zu kommen und dann wieder den selben Hang abfahren zu können. Dabei hat unser Tourenguide wohl die Weitläufigkeit des Geländes unterschätzt. Auf jeden Fall müssen wir mehrmals die Route korrigieren und nochmal die Felle aufziehen, um an Höhe zu gewinnen, um die vermeintliche Abfahrt zu erreichen. Aber auch das gelingt nicht ganz. Irgendwann landen wir an einem steilen ausgeaperten Hang, auf dem wir uns Schneefeld für Schneefeld runter arbeiten. Am Ende landen wir wieder am gleichen Talschluss, wo wir am Morgen den Aufstieg durch den Wald begonnen haben.

 

Im Gasthof Bad Laterns bekommen wir trotz Ferien unser verdientes Abschlussbier. 

Sonntag, 22.3. 

 

Am Abend gab es noch die Reste von Leberkäs mit Kartoffelsalat sowie Pasta mit Pesto dazu als Sättigungsbeilage. Wir waren rechtschaffen müde nach der gestrigen Tour, sodass es für unsere Verhältnisse relativ bald ins Bett ging. 

 

Heute soll es eine einfache Tour auf die Gehrenspitze geben, ohne nervige Klettereien im Wald. Wir entscheiden uns für die Gehrenspitze auf der nordseitigen Talseite von Laterns. Dort sollte der Schnee noch einigermaßen gut sein. 

Der Anmarsch erfolgt wie am Freitag, doch im Gegensatz dazu biegen wir jetzt rechts von der Passstraße ab und folgen einem Fahrweg, der aber auch weitgehend schneefrei ist. Die Sonne scheint heute wieder ungestört vom Himmel.

 

Nach zweieinhalb km können wir anschnallen. Bald beginnt es zu steigen, wir hangeln uns einen breiten Hang hinauf, der später auch unsere Abfahrt sein wird. Hebbe hat heute Probleme mit seinen Fellen, an denen der Schnee in 5 cm dicken Stollen kleben bleibt. An einer Hütte entschließt er sich deshalb, dort auf uns zu warten. 

Der Hang wird jetzt immer steiler, im oberen Bereich sind wieder Spitzkehren bis hinauf zu einem Grat angesagt. Auf diesem Grat erreichen wir das Gipfelkreuz auf 1871 Meter Höhe. Ein kurzes Stück zurück beginnt dann die ziemlich steile Abfahrt, überwiegend auf schwerem Schnee, der nur auf einem kurzen Abschnitt mal pulverig wird und erahnen lässt, wie schön eigentlich Skifahren im Tiefschnee sein kann. Nach der Pause an der Hütte, an der wir Hebbe zurückgelassen haben, geht's dann die restliche Abfahrt runter. Die letzten km dann wieder mit den Skiern am Rucksack. 

 

Am Auto gibt's dann noch ein Abschlussbier. Schöne drei Tourentage sind zu Ende.